Alleine loslaufen - Erfahrungen

Uta Maria @, Montag, 19. Dezember 2016, 17:42 (vor 127 Tagen)

Hallo an erfahrene Wandersleut,

Also, Mitte Juli werde ich in München starten.Ich hab jetzt keine Bedenken oder Ängste allein auf Tour zu sein.
Aber gerne höre ich von Euren Erfahrungen und was ich diesbezüglich auf jeden Fall bedenken sollte.
Ich hab einige Wochen Zeit, weshalb ich auch Karten brauche, da ich bestimmt gerne Umwege gehe.

Dann erstmal danke im vorraus.

Schöne Grüße
Uta

Alleine loslaufen - Erfahrungen

ChristopherMcCandless @, Dienstag, 20. Dezember 2016, 10:13 (vor 127 Tagen) @ Uta Maria

Hallo Uta Maria,

schau mal hier:
mein Senf zu dem Thema
LG!

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Uta Maria @, Dienstag, 20. Dezember 2016, 20:48 (vor 126 Tagen) @ ChristopherMcCandless

Hallo Christopher,

danke, dein "Senf" bekommt und schmeckt mir gut.
Ich freue mich echt saumäßig, dass ich die Möglichkeit habe einfach loszulaufen, Zeit zu haben,-deshalb sag ich mir, wie du auch sagst TU ES.

Ich hab mich ein bisschen informiert, also Literatur und Erfahrungen und natürlich hab ich auch den Rother Wanderführer.Allerdings habe ich nicht vor alles termin- und fahrplanmäßig vorzubereiten. Ich mag es schon auch ganz flexibel zu sein und überraschende Änderungen finde ich spannend.
Wie hast du das gemacht, hast du dich an eine genau geplante Tour gehalten?

Viele schöne Grüße

Uta

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Der olle Hansen ⌂ @, Lübeck, Freitag, 23. Dezember 2016, 09:46 (vor 124 Tagen) @ Uta Maria

... Ich mag es schon auch ganz flexibel zu sein und überraschende Änderungen finde ich spannend.

Das halte ich für eine gute Einstellung, die eine erlebnisreiche Reise verspricht! :-)

Über die Gefahren einer Solotour ist im Forum ja so manches nachzulesen. Man kann sich also darauf einstellen und vorbereiten. Wenn man allein unterwegs ist, heißt es, alles besonders gut und überlegt vorzubereiten und durchzuführen. Einen "Plan B" halte ich für sehr wichtig; also diverse Überlegungen "Was mache ich, wenn ..."

Da die Strecke in der Saison von Vielen gegangen wird, ist man ja nicht wirklich allein unterwegs. Da kann man schwierige Passagen auch mit Anderen gehen.

Allein unterwegs zu sein, bietet viele Möglichkeiten, die man in der Gruppe nicht haben kann. Der Natureindruck ist besonders intensiv, da man nicht abgelenkt ist. Man ist selber auch leiser und unauffälliger, sodaß man Tiere weniger oder später verschreckt. Da bieten sich besonders schöne Beobachtungsmöglichkeiten, denn man ist auch aufmerksamer.

Eine "Gefahr" sei noch genannt: Eine Wanderin berichtete hier, dass sie unterwegs durch schlechtes Wetter und widrige Umstände mental überfordert war und daher die Tour abbrach.
Sich auch darauf vorzubereiten, fällt für mich unter die "Was-wäre-wenn-Überlegungen", denn man sollte wissen, wie man sich selbst in Krisensituationen aufmuntern und motivieren kann. Hier kann Musik einen wichtigen Beitrag leisten, da sie unsere Gefühle anspricht. Also eine entsprechende Musiksammlung aufs Handy laden und Kopfhörer nicht vergessen. ;-)

Nun erst mal schöne Weihnachtstage und einen guten Start ins Neue Jahr!
Der olle Hansen

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Uta Maria @, Freitag, 23. Dezember 2016, 23:16 (vor 123 Tagen) @ Der olle Hansen

Hallo Hanson,

danke für deine guten Gedanken, Weg-und Hinweiser. Ich freue mich auf stille Momente, die man sonst nicht hat und genauso auf Begegnungen mit Mensch und Tier, die mir Freude machen.

Über deine Anmerkung wegen mentaler Überforderung bin ich dankbar, darüber habe ich so direkt nicht darüber nachgedacht. Es ist ein wichtiger Punkt beim alleine-wandern.
Ich werde meine Strategien einsetzten.

Viele schöne Weinachtsgrüße
Uta Maria

Alleine loslaufen - Erfahrungen

styles78 @, Mittwoch, 21. Dezember 2016, 14:36 (vor 126 Tagen) @ Uta Maria

Hallo Uta,

super das du dich dazu entschlossen hast! Ich hab die komplette Route ebenfalls 2016 in 4,5 Wochen gemacht. Auch wenn du, wie es scheint keine Bedenken hast alleine los zu ziehen möchte ich Dich nochmal bestärken. Ich habe unterwegs sicher 3-4 Mädels kennengelernt die komplett alleine unterwegs waren, wie ich auch. Die Tour ist an manchen Stellen anspruchsvoll und anstrengend....trotzdem unterm Strich super so lange von allem Weg zu sein und vor allem so viel alleine geschafft zu haben.

Ich habe mich an die im Rother beschriebene Route gehalten und es lohnt sich auch...
die letzen 2 Etappen von Tarzo nach Venedig hab ich mir geschenkt da es wirklich nur noch laufen an der Straße ist. Nach so vielen "Höhen und Tiefen" ist das für mich einfach uninteressant gewesen. Hab lieber in Tarzo im Albergo ai pini n paar Tage verbracht mit tollem Essen und super wetter.

Einige Erkenntnisse die ich gewonnen habe.

1. Unbedingt Regenponcho mitnehmen...Regenjacke und Rücksacküberzieher bringen bei starkem Regen irgendwann nix mehr und das unter Fach ist defintiv, mit allem was drin ist voll mit Wasser.

2. HIRSCHTALG, HIRSCHTALG, HIRSCHTALG.....von Anfang bis Ende erspart viele Blasen.

3. Übernachtung auf dem PIZ BOE (Rifugio Capanna Piz Fassa) lohnt sich defintiv!

Falls du noch Fragen hast---> Mail :-)
Viel Spass!!!!

Poncho-Warnung

K2 @, Mittwoch, 21. Dezember 2016, 21:07 (vor 125 Tagen) @ styles78

Hallo styles78.

Unbedingt Regenponcho mitnehmen...Regenjacke und Rücksacküberzieher bringen bei starkem Regen irgendwann nix mehr und das unter Fach ist defintiv, mit allem was drin ist voll mit Wasser.

Achtung:
Nach gängiger (Bergführer)Lehrmeinung ist diese Empfehlung mit größter Vorsicht zu genießen:
Ponchos gelten in steilem/unwegsamen Gelände als No-Go.

Gründe:

1. Große Gefahr, mit dem Fuß in den Poncho zu steigen bzw. hängen zu bleiben, und damit Sturz auszulösen.
2. Im Sturz-Fall (nicht nur durch 1. ausgelöst) droht "Leberwurst"-Syndrom: Körper und Arme werden durch Verwicklung in Bewegung eingeschränkt/fixiert, so daß unkontrollierbarer Sturz und unterbundene Schutz-Reflexe die Folge sein können.

Für Flachetappen/einfaches Gelände hat ein Poncho natürlich die genannten Vorteile, ob sich dafür aber das Zusatzgewicht lohnt ?


Die Schilderung der Rucksackdurchnässung ohne Poncho ist natürlich völlig korrekt.
Dagegen helfen üblicherweise folgende Alternativ-Strategien:

1. Einpacken des Rucksackinhalts in wasserdichte Hüllen (im einfachsten Fall: Plastiktüten).
Weiterer Vorteil (auch wenn's trocken ist): Sortierung.

2. Wasserdichtes Rucksackmodell (gibt es ja mittlerweile vermehrt, wenn auch vorzugsweise von Non-Mainstream-Anbietern).

Schöne Grüße
K2.

Poncho-Warnung - Unterschiede

Günter, Donnerstag, 22. Dezember 2016, 08:55 (vor 125 Tagen) @ K2

Hallo Zusammen,

will nur kurz zum Poncho nochwas sagen, ich ging 2007 mit einer zufällig zusammengewürfelten Truppe zw. 3-8 Mann da gab es kurze und lange Ponchos. Die mit den langen (bis weit über den Knien) hatten definitiv mehr Probleme mit Wurzeln und höheren Absätzen, vorwiegend beim Absteigen. Die mit dem kurzen Poncho hatten da eher weniger Probleme, eine Bewegungseinschränkung kann man jedoch nicht bestreiten die ist definitiv vorhanden. M.E. ist der (kurze) Poncho aber eine rel. gute Möglichkeit um sich und den Rucksack vor Regen zu schützen. Hab aber 2007 in Vintl dann auch einen Regenschirm gekauft und bin damit ganz gut bis Venedig durchgekommen.
Wünsch Dir Uta Maria viel Spaß schöne Erlebnisse/Erfahrungen und vorallem schönes Wetter sodass der Poncho/Regenschirm/Regenjacke so wenig wie möglich in Anspruch genommen wird.
Das wird definitiv ein Abenteuer das lange in Erinnerung bleibt.;-)
Grüße aus Franken von
Günter

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Uta Maria @, Mittwoch, 21. Dezember 2016, 22:10 (vor 125 Tagen) @ styles78

Hallo styles 78,

danke für deine ermutigende Motivation und für deine guten Tips.
Die Übernachtung auf dem Piz Boe war auch schon in meinem Kopf, also hast du mich darin bestätigt. Den Regenponcho werde ich wohl zuhause lassen, denn ich habe keine gute Erfahrung damit in den Bergen - sowie auch K2 davon berichtet.

Ist das klasse, diese Vorfreude auf ein besonderes Abenteuer. Vor allem, wenn ich immer wieder von anderen höre, dass es eine tolle Erfahrung ist. Auch die Anstrengung und manche Schwierigkeiten sind für mich etwas was ich möchte und spannend finde.

Nochmals danke an alle für die guten Infos.
LG Uta Maria

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Peter11 @, Sonntag, 25. Dezember 2016, 13:50 (vor 122 Tagen) @ styles78

Hallo,

nachdem ich die Tour schon 3-mal gegangen bin, möchte ich nur
meine subjektive Eischätzung wiedergeben, ohne gleich eine
Grundsatzdiskussion zu beginnen.

Für mich gehören die Etappen bis ans Meer
u n b e d i n g t dazu !!!!

Man geht von Tarzo bis Cavallino an Weingärten entlang,
nur kurz auf befahrenen Strassen...und die Ankunft am Meer,
wenn man bis hierher zu Fuß gegangen ist, ist unbeschreiblich !!!

Als Grundlage für meine Touren habe ich "Traumpfad München-Venedig vom
Bruckmann-Verlag" und für die Etappe Ponte della Priula nach Ponte di Piave
(hier habe ich übernachtet) bzw. Bocca Callalta "Wandern Von München nach Venedig
von Dumont aktiv" benutzt, hier geht man auf der linken Piaveseite auf eine Hochwasserdamm...den Rother Führer hatte ich im letzten Jahr nur so dabei...

Ich wünsche Dir eine schöne Tour ! :-)

Peter

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Daniel @, Montag, 26. Dezember 2016, 23:01 (vor 120 Tagen) @ Peter11

Hallo,

für das ultimative München Venedig Feeling gehören die harten Waden nach der Isarwanderung und die Affenhitze in der Italienischen Steppe einfach dazu ;-) .

Die eigentliche Tour ist genial und wie der Name schon sagt ein Traumpfad. Bin dieses Jahr den Weg gelaufen, einige Etappen zusammen mit dem Peter und kann bestätigen, dass es als allein laufender Wanderer gar kein Problem ist. Jeder hat sein eigenes Tempo und an den paar kniffligen Stellen kann man sich verabreden. Spätestens an den Abenden sieht man sich dann auch meist wieder.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst sprichst du dich mit anderen Wanderern ab, so dass die falls du Abends nicht auf der Hütte aufschlägst Alarm schlagen.

Persöhnlich kann ich den Rother empfehlen. Zumindest bis auf die Etappen in der Italienischen Pampa ist er sehr gut beschrieben und hat Telefonnummern für Unterkünfte mitsamt ungefähren Preisen. Das war sehr hilfreich. Am besten im Buchladen alle Wanderführer nehmen und vergleichen. Für die Italienische Ebene solltest du die Leute direkt nach Ihren Erfahrungen fragen und ein eigenes Kartenwerk/Google Maps ausdrucke mitnehmen da es da keine gescheiten Karten mehr gibt. Ich bin mit einem Garmin GPS gelaufen und konnte anhand der GPS-Spur von Rother gut navigieren.

Bei Fragen einfach ne Mail oder hier posten.
Viel Spass
Daniel

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Uta Maria @, Mittwoch, 04. Januar 2017, 18:54 (vor 111 Tagen) @ Peter11

Hi Peter,
ich habe auch vor die ganze Strecke zu laufen, wobei ich aus meinen Lebenserfahungen weiss, dass so manches anders kommt wie man denkt.
Darf ich dich fragen, weshalb du die schöne Alpenübequerung 3 x gelaufen bist???
Sooo schön oder beruflich.....

Viele liebe Grüße
Uta Maria

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Peter11 @, Donnerstag, 05. Januar 2017, 13:00 (vor 111 Tagen) @ Uta Maria

Hey Uta Maria,
die Tour hat mich beim ersten Mal so begeistert, dass ich sie unbedingt nochmal gehen wollte. Beim ersten Mal bin ich in auf zwei Jahre verteilt gegangen (2009 bis Fedaiasee / 2010 dann von dort bis Venedig)...2014 bin ich in einem Jahr gegangen, im Juni von München bis Hinterriß / im Juli-August von dort bis Belluno / im September dann bis Venedig...
und nachdem ich im letzten Jahr noch so viel Urlaub hatte, die Tour schon immer in einem Stück durchgehen wollte...und mein Hund, der langsam alt wird, teilweise auch dabei sein sollte, bin ich dann 2016 nochmal gegangen.
Bin manche Teilabschnitte auch anders gegangen als bei den früheren Touren...die Eindrücke waren jedesmal anders, genauso wie das Wetter ;-)
Wenn du Infos brauchst, kannst dich jederzeit melden, per mail oder telefonisch :-)

Viele Grüße aus dem verschneiten Niederbayern
Peter

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Holger @, Berlin, Donnerstag, 05. Januar 2017, 13:59 (vor 111 Tagen) @ Uta Maria

Hallo Uta Maria,

Stefan hab ich gerade mitgeteilt, dass ich am Samstag, den 15.07.2017 vom Marienplatz starten werde. Ich habe insgesamt 36 Tage Zeit, möchte die Tour aber in einem Stück - abhängig vom Wetter - ohne Ruhetage gehen.

Alleine loslaufen - Erfahrungen

Uta Maria @, Freitag, 06. Januar 2017, 18:52 (vor 109 Tagen) @ Holger

Hi Holger,
Mitte Juli ist genau meine Zeit zu starten, allerding kann und werde mich bis Anfang Juli auf ein genaues Datum nicht festlegen. Ich habe dann etwas länger Zeit und bin gespannt, ob wir uns treffen auf dieser besonderen Reise.

Ich denke die Begegnungen die wir haben, kann man sowieso nicht planen.

Ich habe Spaß am vorbereiten und beschäftige mich besonders gerne mit der Reise, wenn mir der Alltag stinkt - noch deutlicher "i have to fuck off". ähhh, darf man sowas hier sagen?

Schöne Grüße
Uta Maria

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