Bergerfahrung und Verhalten, gerne eure Meinung?

DieHelmis, Samstag, 03. Dezember 2016, 11:24 (vor 259 Tagen) @ Hansi

Hallo Hansi,

Mit der ganzen Familie MV laufen ist sicher ein Wunsch von mir, aber die 3 Mädels sind noch nicht ganz uberzeugt auch eine längere Zeit ohne "Luxus" weiter zu kommen. Großartig was Eure Familie da gemacht hat!
Ja, es ist wirklich ein tolles Erlebnis. Die Kinder waren auch bei der Planung schon begeistert, aber da weiß man natürlich nie, ob die Begeisterung die ersten 2 Tage in der Ebene übersteht! Die Absprache vorher war, dass wenn einer von uns (also eher von den Kindern) unterwegs feststellt, dass er das ganze so richtig doof findet, wir Erwachsenen auch bereit sind abzubrechen und das ganze Projekt nochmal angehen, wenn die Jungs nicht mehr mit uns in den Urlaub fahren. Dazu ist es zum Glück nicht gekommen :-)
Was den "Luxus" angeht haben wir mit Jungs wahrscheinlich tatsächlich weniger Befindlichkeiten, in dem Alter empfinden die es eher als Luxus, wenn sie mal nicht duschen müssen ;-) .

Sehr empfehlen kann ich übrigens das Buch "Mit zwei Elefanten über die Alpen", darin beschreibt Gerhard von Kapff deren Familienwanderung über die Alpen.

Haben Sie Eure Schlafplätze im voraus reserviert? Und ware es dan Mehrbettzimmer oder kamen Sie als Familie im Schlaflager auch zu recht?
Im ersten Jahr haben wir haben wir bis zum Inntal alles vorreserviert, mussten aber unterwegs einmal wegen Schlechtwetter umplanen. Das ging bei den reservierten Hütten ohne Probleme. Beim Abstieg ins Inntal haben wir dann versucht noch Übernachtungsplätze für die Voldertalhütte und die Lizumer zu bekommen, beide waren über Tage ausgebucht. Wobei ausgebucht bei DAV Hütten heißt, dass man immernoch gute Chancen auf einen Lagerplatz hat, wenn man frühzeitig kommt und schlimmstenfalls im Notlager übernachtet. "Frühzeitig" kommt man mit Kindern auf längeren Strecken eher nicht und ein Notlager war für uns keine Option, zumal nach der Lizumer eine lange und anstrengende Etappe kommt, wo die Jungs schon einigermaßen fit sein sollten. Wir haben daher 2015 im Inntal abgebrochen.

2016 haben wir tatsächlich alles vorreserviert mit 2 eingeplanten Pausentagen, die wir notfalls hätten streichen können, wenn wir woanders eine Nacht hängengeblieben wären. Trotz Schnee mussten wir nur einmal die Strecke, aber nicht die Übernachtungen ändern, so dass für uns diese Art der Planung sehr gut gepasst hat. In unserer Situation mit den Kindern war es eher wichtig, sicher einen Schlafplatz zu haben, als spontan entscheiden zu können. Wir sind ein paar Tage parallel mit einem Paar aus Berlin gewandert, die haben immer erst am Morgen für den gleichen oder maximal darauffolgenden Abend reserviert. Das hat bei denen in den meisten Fällen auch wunderbar geklappt, und wenn eine Hütte voll war, haben sie auch mal die Etappe verlängert. Das wollten wir halt mit Kindern nicht.

Weiter unten im Forum gibt es eine lange Diskussion über "Reservieren oder nicht" da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Tendenziell eng wird es an den Wochenenden, da würde ich auch zu zweit oder alleine reservieren, sobald ich abschätzen kann, wann ich da ankomme.

Geschlafen haben wir dank der Reservierungen übrigens überwiegend in Zimmern, aber in einigen Hütten auch in Lagern. Die Kids schlafen im Lager übrigens oft besser als die Erwachsenen ;-) .

Viel Spaß beim Planen

Sabine


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