Selbstversorgung in Hütten

K2 @, Montag, 24. April 2017, 21:03 (vor 62 Tagen) @ Helena96

Hallo Helena96.

1. Wie Mario schon angemerkt hat, gibt es auf dem Traumpfad zwischen München und Venedig keine Selbstversorgerhütten im von Dir angedachten Sinne: Die Hütten sind entweder bewirtschaftet (privat oder von alpinen Vereinen) oder es handelt sich um (Not-)Biwakschachteln, die nur ein paar Matratzen bieten, hier auch selten (mir fallen gerade nur die auf der Birkkarspitze und im Schiara-Klettersteig ein) und nicht am Etappen-Ende sind.

2. Zelt, Kocher und ähnliches auf dieser Tour mitzuschleppen ist ziemlich unsinnig und denen, die mit diesem Vorsatz losziehen, schicken die allermeisten spätestens im Inntal diese Ausrüstung zurück.

3. Auf den meisten Hütten bekommt man standardmäßig sowieso das (günstigere) Matratzenlager und eher schlecht die begehrten Zimmer.

4. Einiges an Übernachtungskosten spart man durch eine Junioren-Mitgliedschaft in einem der alpinen Vereine (DAV und ÖAV sind zwecks ÖTK-Gegenrechtsabkommen zu bevorzugen).
Die Preise für die Mitgliedschaft unterscheiden sich zum Teil recht deutlich (z.B. 27,- statt 55,- EUR Jahresbeitrag). Wenn man es nicht auf besondere Präsenz-Angebote (Leih-Material, ...) einer örtlichen Sektion abgesehen hat, kann man sich IRGENDWO anmelden.
Neben dem Jahresbeitrag zu beachten:
- einmalige Aufnahmegebühren
- Portokosten für AV-Ausweis-Zusenden (wohl gerade beim ÖAV beliebt)
+ manchmal gibt es Übernachtungsgutschein für Hütte der Sektion als Willkommensgeschenk (wenn das eine Hütte am Weg ist ... ;-)

UPDATE:
Wie Mario schreibt, gibt es ZUSÄTZLICH auch noch günstigere AV-Junioren-Lagerpreise auf DAV-Hütten (ÖTK und Südtiroler Hütten bieten das augenscheinlich nicht).

5. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Frühstücks auf den Hütten hat sich zwar im Durchschnitt deutlich gebessert, reicht aber insgesamt immer noch nicht an selbiges beim Abendessen heran. Auf einigen Hütten ist es auch immer noch als sehr schlecht zu bezeichnen.

Alternative: Morgens nur ein Getränk und 1-2 Stunden später an einem schönen Plätzchen (in der Sonne) Frühstück, z.B. mit Brot und Nuß-Nougat-Creme aus der Tube (gibt's wirklich !).

Für tagsüber kann man für ein paar Tage auch Proviant (Salami/Käse) mitführen und unterwegs immer mal wieder nachkaufen.
ACHTUNG: Sonn- und Feiertage, sowie spezielle Öffnungszeiten gerade in Italien beachten - wurde ja auch bereits von Mario angedeutet.

6. Abendessen auf der Hütte !
Halbpension wird zwar von vielen Wirten favorisiert, lohnt für Euch aber eher nicht.

7. Falls Ihr Tee-Trinker seid: Teebeutel mitnehmen (wiegen nicht viel) und heißes Wasser als AV-Mitglied günstig auf Hütte erstehen, eigene (Thermos-)Kanne und Trinkgefäß von Vorteil.


GANZ WICHTIG:
Bei allem aber bitte Kalorienbedarf nicht unterschätzen !!!

Schöne Grüße
K2.


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