Nicht Wetter sondern Klima ;-)

K2 @, Donnerstag, 24. November 2016, 21:34 (vor 154 Tagen) @ Der olle Hansen

Hallo oller Hansen.

Die Frage nach dem Wetter wurde ja schon oft angesprochen und es ist mir klar, dass man gerade in den Bergen erst am nächsten Tag mit Sicherheit sagen kann wie gestern das Wetter war. ;-)

ENDLICH mal einer, der's kapiert hat !!!
Danke, lange Jahre habe ich darauf gewartet ... ;-)

Daher frage ich lieber mal nach den klimatischen Bedingungen im Sommer (Juli/August), denn von irgendeiner Grundlage muss man ja bei der Planung ausgehen. Also setzen wir mal "normales Sommerwetter" voraus.

Mit welchen Temperaturen muss ich tagsüber rechnen? Es heisst ja, pro 100 m Höhe nimmt die Temperatur ein halbes Grad ab. Gilt diese Regel in den Alpen? Wenn es auf Meereshöhe 25° hat, das wären es auf 1000 m 20°, auf 2000 m nur noch 15°. An einem Regentag im Tal mit nur 10° wäre dann auf 2000 m Höhe bei 0° bereits mit Bodenfrost zu rechnen.

An sich richtig, allerdings ist das "Tal" nicht auf Meereshöhe, sondern ca. zwischen 500 - 1.500 m.
Ich würde grob von 3 - 30° (auch letzteres schon auf 2.000 m erlebt) ausgehen.

Mit welchen Temperaturen muss ich nachts rechnen?

Je nach Höhe, ca. -5 - 15°

Bevor ich im letzten Büchsenlicht zur nächsten Hütte hetze, würde ich ein Biwak vorziehen.

Bei einer Tageslänge im Juli/August von 13,5 - 15,5 h würde ich nicht gerade von hetzen sprechen.
Selbst Leute, die gezielt mit dem Zelt über den ganzen Alpenbogen gewandert sind, haben an/über 2.000 m oder bei schlechten Witterungsverhältnissen der Temperaturen wegen Hütten vorgezogen.

Auch bei irgendwelchen Vorkommnissen (schlechte Tagesform, Blasen, Gelenkprobleme, ...) würde ich biwakieren, statt mich zum Tagesziel zu quälen.

Nun, es bleibt Dir überlassen, allerdings würde ich von unnötigen Biwaks auf dieser Tour eher abraten.

Wenn der ganze Tag sonnig war, speichert der Fels dann die Wärme und strahlt sie am Abend ab, sodaß der Abend im Biwak noch angenehm ist und die Kälte der Nacht erst in den frühen Morgenstunden zu spüren ist? (So kenne ich es aus anderen Regionen.)

Die Physik gilt in den Alpen natürlich genauso, allerdings sollte man vermutlich folgende Aspekte dabei berücksichtigen:
1. Art des Gesteins
2. Ausrichtung zur Sonne
3. Höherer Temperaturunterschied sorgt für schnellere Abkühlung
4. Wind führt Wärme recht schnell ab

In einem Bericht las ich von anstrengenden 30° in der Sonne. Wie ist es dann, wenn man in den Schatten tritt? Ist es gleich so frisch, dass man die Jacke braucht?

Nein.


Schöne Grüße
K2.


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