München-Venedig als sportliche Herausforderung

ES.45, Freitag, 02. September 2022, 10:10 (vor 99 Tagen) @ Name war schon vergeben

Tag 7: Pfitscher Jochhaus - Weitental
Nach den letzten 2 Tagen merkte ich die Belastung deutlich. Alleine gestern waren es 2800 m Anstieg bei 2500 m Abstieg. Dazu etwa 34 km Distanz. Ich brauchte unbedingt Regenerationszeit und so entschied ich mich für einen "halben Pausetag". Also wurde kein Wecker gestellt, normal gefrühstückt, dann die normale Etappe nach Pfunders gegangen und zum Schluss noch die 1 h weiter nach Weitental zum Gasthof Moarhof. Diesen wählte ich, weil ich mir Regeneration in den Beinmuskeln vom Pool verprach. 8.30 Uhr früh startete ich, 16 Uhr lag ich im Pool. Dazwischen gab es noch ein kleines Bad im Grindberger See. :)

Tag 8: Weitental - Schlüterhütte
Eigentlich wollte ich nur bis zur Maurerberghütte aber der Regenerationstag war einfach zu gut. Ich bin noch nie so geflogen. Start war 8 Uhr und in Niedervintl ging ich erstmal in der Apotheke shoppen, da mein Knie immer noch schmerzte. Einkaufen und anstehen (auch Müsliriegel, Sonnencreme, Reisewaschmittel etc) dauerte etwa 45 min und so ging es erst halb 10 weiter in Richtung Rodenecker Wald. Ohne auch nur einmal anzuhalten war ich nach 2 h oben an der Roner Alm und mir war klar - heute geht einiges. Gegen 13 Uhr kam ich auf der Kreuzwiesenalm an und es gab ein leckeres Omelette zum Mittag. Gegen 13.45 Uhr setzte ich den Rucksack wieder auf und kam 2,5 h später auf der Maurerberghütte an. Ich hatte gebucht, entschuldigte mich beim Hüttenwirt für die Stornierung und gab ein sehr großzügiges Trinkgeld zu meinem Skiwasser. Aber ich wollte unbedingt weiter, weil ich mich topfit fühlte. 19.30 Uhr kam ich schließlich an der Schlüterhütte an.

Tag 9: Schlüterhütte - Rifugio Pisciadu
Eine eher kurze Etappe, aber das Wetter spielte nicht mit. Ich startete nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 8 Uhr und merkte den vorigen Tag deutlich in den Beinen. Deswegen war ich auch relativ langsam im Aufstieg auf der Roa- und der Nivesscharte. Ich kam ca 11 Uhr auf der Puez-Hütte an und musste eine halbe Std warten bis die Küche öffnete, um etwas zu essen. Dann ging es weiter bei einer Gluthitze auf der Puez-Geisler-Gruppe und ich kam ca 14.30 Uhr im Grödner Joch an. Eine Std später war ich am Rifugio Pisciadu und es begann in Strömen zu regnen. Da auch noch Gewitter angesagt waren, etnschied ich mich, den Tag hier zu beenden, obwohl noch genügend Zeit war, um über den Sella-Stock zu gehen. Aber was soll man machen.

Tag 10: Rifugio Pisciadu -Alleghe
Wieder selbes Problem wie gestern. Das Wetter ließ mich zeitig abbrechen. Ich startete gegen 8 nach dem Frühstück und war gut 2 h später oben auf der Pordoi-Scharte. Nach 45 min Abstieg ins Pordoijoch ging es weiter zum Viel del Pan, wo ich eine kurze Rast einlegte gegen 11.30 Uhr. Ich ging ein paar Minuten weiter und es begann fürchterlich zu schütten und zu gewittern. Völlig durchnässt kam ich ca 12.30 Uhr am Fedaiasee an und legte mich erstmal trocken, aß etwas etc. Gegen 13.30 Uhr ging es weiter und ca 16 Uhr war ich dann in Alleghe. Da ich noch fit war und an dem Tag quasi kaum Aufstieg bisher in den Beinen hatte, wollte ich gern noch hoch zum Rifugio Coldai oder zur Tissihütte, aber es gewitterte den restlichen Tag und die Civetta lag in dunklen Wolken verhüllt. Ich blieb also im Tal.

Tag 11: Alleghe Rifugio Sommariva al Pramperet
Auch für heute war ab späten Vormittag den ganzen Tag Gewitterwarnung an der Civetta. Ich entschied also den Wecker auf 5 Uhr zu stellen, mit dem Ziel mittags schon hinter der Civetta zu sein und wählte dabei eine Route, welche mich nicht auf über 2000 m führt. Ich umging die Civetta auf der Nordostflanke über den kleinen Ort Pecol, wo ich gegen 9 frühstückte. Dann ging es weiter in Richtung Passo Duran, wo ich gegen 13 Uhr zum Mittag einkehrte. Nach einer längeren Mittagspause ging ich in 2 h 45 min zum Rifugio Sommariva al Pramperet weiter. Vom Fitnesslevel her hätte ich mir noch zugetraut weiter zum Pian de Fontana zu gehen, allerdings setzte genau als ich ankam starker Regen ein und ich war froh nicht mehr weiter zu müssen.

Tag 12: Rifugio Sommariva al Pramperet - Belluno
Da ich kein Klettersteigset dabei hatte, wollte ich die Schiara über die Ostflanke des Monte Pelf umgehen. Ich stieg über Weg 513 ab (der nichts für schwache Nerven ist) und musste dann doch die lange Umgehung über Longarone gehen, da man mir sagte, der Weg sei kaputt. Es war dennoch kein allzu langer Tag. Ich startete gegen 8 und kam gegen 16.30 Uhr an. Die Erholung am Abend sollte sich als wertvoll erweisen, weil der nächste Tag eine große Herausforderung darstellen würde.


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