Unterwegs mit Zelt - wie gross ist der Aufwand?

kyr0, Freitag, 07. April 2017, 13:29 (vor 196 Tagen) @ Barbarix

Hallo Barbarix,

ich bin 2015 die ersten 10 Tage mit Kocher und Zelt von München aus Richtung Venedig gewandert.

Für mich war es damals die erste Weitwanderung und ich war nur mittelmäßig geübt von Voralpenwanderungen.

Es war zwar machbar, aber die größte Freude kam dann im Karwendel ehrlich gesagt nicht mehr auf ;-)

Ganz davon ab, dass Du ständig auf der Hut vor dem Förster bist. Jeden Abend die ewige Suche nach einem versteckten Zeltplatz wo Dich keiner in der Nacht aus dem Zelt zieht. Ich fand das nur so mittelgeil.

Großartig ist natürlich das Aufstehen morgens früh um 5 aus dem Zelt, überall noch der Nebel...
Und Abends die Sonnenuntergänge allein im Wald mit Blick zum Horizont...

So lala ist, dass Du natürlich auch mehr Nahrung mit dir herum schleppen musst. Denn was willst Du kochen?

Weniger großartig ist es dann, wenn Du irgendwo Dein Zelt aufschlägst und dann ein Gewitter über Dich her zieht, dass Du in Deinem ganzen Leben noch nicht erlebt hast. Also so, dass links und rechts neben Dir die Blitze nieder gehen und Du die Elektrizität in der Luft spürst. In dieser Nacht hatte ich ernsthaft Angst um mein Leben.

Also es ist ein zweischneidiges Schwert. Ich habe letztendlich in der Poststation in Hall dann mein Zelt und Kocher aufgegeben und bin den Rest dann über Hütten weiter gewandert. Das war zwar weniger romantisch, aber auf jeden Fall entspannter...

Den ganzen Weg kann man eh fast nicht mit dem Zelt machen. Es gibt Strecken da sieht Du über Tage keinen Laden. Wenn Du für 3 Tage Proviant mitnehmen möchtest... ich weiß ja nicht. Muss man besonders mögen dann ;)


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