Keine Sorge, ich hänge sehr am Leben ;-)

Der olle Hansen ⌂ @, Lübeck, Dienstag, 15. November 2016, 02:56 (vor 343 Tagen) @ ChristopherMcCandless

Danke, Christopher!

tu es! tu es!!!! Es ist herrlich

Darum treibt es mich ja in die Berge ... :-D

Aktuellen Wetterbericht bekommst Du immer auf der jeweiligen Hütte und eine Einschätzung des Hüttenwirtes noch dazu.

So kenne ich es von der Küste, da übernimmt der Hafenmeister diese Aufgabe. ;-)

Es sind ausreichend andere Wanderer unterwegs, die man immer wieder auf den jeweiligen Etappenzielen trifft. Mit denen kann man sich z.B. für den nächsten Tag verabreden, wenn eine schwierige Etappe ansteht.

Das habe ich mir fast gedacht: die Saison ist kurz und bei dem "Andrang" ;-) muss man einfach andere Wanderer treffen. Wegen der Sicherheit würde ich diesen Kompromiss eingehen und mit Kameraden wandern - sonst bin ich lieber solo unterwegs, das Naturerlebnis ist viel intensiver. Habe schon sehr scheue Tiere ganz nah erleben können, weil ich allein und leise unterwegs war.
Außerdem gehe ich gern meinen eigenen (gelenkeschonenden) Schritt, bleibe gern mal stehen und lasse die Umgebung auf mich wirken. Solche "Trödeleien" möchte ich nicht dauerhaft einer Gruppe zumuten. Klar - geht es darum, im Team eine Stelle zu meistern, dann reihe ich mich ein und trabe mit. Aber ist es geschafft, braucht niemand auf mich warten.

Als Alleinwanderer kann ich Dir nur von waghalsigen Aktionen abraten. Ein dummer kleiner Fehler und Du bekommst echt Probleme.

Ja, das ist an der Küste ebenso! Hier entspricht Sturz = Kenterung. Von dem Moment, wo du im kalten Wasser liegst, läuft die Stoppuhr ... Rettung kommt oft zu spät, wenn sie denn überhaupt kommt ...
Keine Sorge - ich riskiere nichts. ;-)

Du solltest immer ein geladenes Handy für den Notfall dabei haben. Da die wenigen verfügbaren Steckdosen auf den Hütten schnell belegt sind, solltest Du neben dem Ladegerät eine Powerbank mit einpacken. Aber bedenke: Du wirst zwar meistens, aber nicht überall Handyempfang haben.

Ich habe ein robustes "Standard"-Handy, da hält der Akku locker eine Woche und 2 Reserveakkus wiegen nur wenige Gramm. Ich denke, durch häufige Netzsuche bei schlechtem Empfang steigt der Stromverbrauch, das ist Reserve gut.
Bei schlechtem Empfang habe ich gute Erfahrung mit kurzen SMS gemacht, die werden in kleinen Portionen gesendet, immer wenn einigermaßen Empfang ist (weniger als zum Sprechen nötig). Wenn alles in der Nachrichtenzentrale angekommen ist, wird die SMS zugestellt.

Hier an der Küste ist es üblich, sich (vor allem bei Solotouren) "abzumelden". Übertragen aufs Bergwandern würde ich dem Hüttenwirt A sagen, dass ich aufbreche zur Hütte B. Dort angekommen, MUSS eine kurze Nachricht kommen. Oder von unterwegs: "Kehre um", "weiche aus auf Hütte C" oder "Schlechtes Wetter, Biwak bei Position XY, morgen weiter." Erfolgt keine Rückmeldung bis zur verabredetern Zeit, werden Rettungsmaßnahmen eingeleitet!
Ist diese Vorgehensweise in den Bergen bekannt?

Mir fehlt dazu auch die Klettersteigerfahrung.

Mir auch! :-D Und ich weiss, dass ich beim Klettern sehr schnell an meine Grenzen komme. Lasse ich also bleiben. Mit Kameradenhilfe geht ein wenig mehr.
Ich bin wirklich ein WANDERER - Klettern überlasse ich gern den anderen. ;-)
Bin mal in Jotunheimen in Norwegen um den Gjendesee gegangen, mit sehr viel Gepäck (Zelt, Küche, etc.) mit Schnee und Frost in der Nacht im Juni und beim Übersteigen von Graten musste man auch schon mal die Hände dazunehmen. Das ist alles ok für mich. Auch am regennassen losen Geröllhang, wo man sehr aufmerksam prüfen muss, dass jeder Schritt auch hält, komme ich klar.
Aber nix "ausgesetztes" ...
Auch in der Hardangervidda war ich schon, von Finse (1.222 m) runter zum Fjord. (Man sagt, für den Vergleich mit den Alpen muss man 1.000 m hinzurechnen, wegen der hohen geographischen Breite.) Erstes Biwak im Schnee (trotz Sommer) und mit jedem Meter abwärts wird es grüner und wärmer. Im wahrsten Sinne "atemberaubende" Aussichten ... Da gab es einige "Stufen" da mussten wir uns gegenseitig helfen, quasi "Räuberleiter", aber nicht wirklich Kletterei. Dann vom Fjord mit dem Bummelzug wieder hinauf zum Bahnhof Finse, zurück nach Bergen und heimwärts über die Nordsee segeln.

Also, ich kenne meine Grenzen gut, habe keine "Flausen im Kopf", kann meine Kraft über den Tag einteilen und bin immer mit einem "Plan B" unterwegs. So habe ich die letzten Jahrzehnte ganz gut überlebt ;-) Und so soll es nach möglichst lange bleiben.:-)


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