Traumpfad August September.Anfängerin

Mario @, Montag, 17. Juni 2019, 13:24 (vor 91 Tagen) @ Desdemona

Da wären wir ja wieder beim gleichen Thema... ich bin den zwar noch nicht gegangen, aber auch dies ist ein Hochgebirgs-Fernwanderweg. Warum muss es den bitte gleich zu Anfang ein solcher sein? Woher weißt du, ohne jede Erfahrung, dass dir das Spaß macht? Denn auch wenn solche Wege, wie die meisten hier wissen, süchtig machen, sind sie doch mit erheblichen Strapazen verbunden. Und ich weiß ziemlich gut wovon ich rede, da wir bei unserer ersten Tour die ersten 14 Tage Dauerregen hatten. Jeden Morgen kriechst du mit schmerzenden Knochen in deine stinkenden Klamotten stolperst zum Frühstück und fragst dich, wie du heute auch nur einen Schritt laufen kannst ;-) Dann steigst du in deine nassen Schuhe, die im überfüllten Trockenraum nicht richtig trocknen konnten und setzt deinen klammen Rucksack auf. Vor der Hütte tröpfelt es dir entgegen..

Jeden Morgen stehst du vor der Frage: Ist die heutige Etappe bei den aktuellen Bedingungen möglich? und da meine ich nicht nur regnerische Großwetterlagen, sondern auch bei herrlichstem Wetter kann es Nachmittags häufig zu Gewittern kommen. Bis dahin sollte man in der Hütte sein... Außerdem kann man (wenn man sich selbst einschätzen kann!) feststellen, dass einem bestimmte Stellen zu steil/gefährlich/ausgesetzt.. sein und dass man diese umgehen möchte. Wenn mann zu viele Stellen umgeht kann man m.M.n. auch gleich einen der zahlreichen Fernwanderwege im Mittelgebirge wählen, oder sowas, wie den Salzburger Almenweg, der sicherlich auch reichlich Blick auf die Berge liefert, aber halt eben nie von oben. Wenn es denn dann unbedingt ein Fernwanderweg durch die Alpen sein soll, fiele mir nur noch der Goetheweg M-V ein. Da ist aber die Autobahn dein ständiger Begleiter.

Wenn es dir aber darum geht, Bergerfahrung zu sammeln, dann such dir irgendwo ein festes Quartier, kauf dir einen passenden Wanderführer und taste dich langsam ran, indem du Stück für Stück schwierigere Touren sammelst. So hast du keine Probleme mit dem limitierten Gepäck, immer einen bequemen Schlafplatz (in der Hallerangeralm schliefen wir zu fünft auch etwa 2,5m)

Und denk immer daran, dass die oftmals ehrenamtlichen Retter der Bergwacht selbst ihr Leben riskieren um Leute zu retten, die überfordert und entkräftet auf irgendeinem Berg festsitzen.
VG


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